Tatsächlich war es eher so, dass die Linke fast gar keine Presse bekam, während Wagenknecht kraft ihrer unbestreitbaren Aura große Präsenz zeigte. Erst Anfang dieser Woche ist mal wieder eine (von der ZDF-Journalistin Andrea Maurer glänzend recherchierte) neue Biografie über sie erschienen. Sich über angeblich voreingenommene Medien zu beschweren, ist einerseits ein übliches Mittel des Populismus, es ist aber andererseits auch ein untrügliches Zeichen für schlechte Laune.
Bei der Linken hingegen wissen sie derzeit gar nicht, was ihnen widerfährt. Seit Gründung des BSW haben sie 25 000 neue Mitglieder hinzugewonnen, allein 15 000 von ihnen in den vergangenen drei Wochen. Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner schrieb in die sozialen Netzwerke diese heitere Klage hinein: „Wir haben ein echtes Problem. Wir müssen Mitgliedsausweise nachbestellen, weil wir nicht mehr hinterherkommen.“
